Kulturelle Herkunft als Chancenbremse
Ergebnisse der PISA-Studie 2006
Eine Woche nach Veröffentlichung der Leseuntersuchung IGLU 2006, wurden auch die Ergebnisse aus der dritten internationalen Vergleichsstudie PISA (2006) am 04.12.2007 bekannt gegeben.
Der schulische Erfolg wird weiterhin durch ein bestimmendes Element beeinflusst - der sozialen und kulturellen Herkunft.
"Unsere tägliche Erlebnisse durch das Projekt JUMINA, belegen die angesprochene Defizite, die aus der PISA-Studie sichtbar werden", so Franco Marincola vom CGIL-Bildungswerk und betont weiterhin: "Der immer noch niedrige Bildungsstand der Zweiten und Dritten Generation kann nur durch gezielte Integration und intensive schulische Förderung dieser Gruppe behoben werden".
Deutschland ist im Vergleich weiterhin ein Bildungsland mit hohen migrations- spezifischen Kompetenzunterschieden. In der aktuellen PISA - Untersuchung (Schwerpunkt: naturwissenschaftliche Bildungsanalyse) sind die Leistungen der Schüler/innen ohne Migrationshintergrund besser als die Ihrer Mitschüler/innen mit Migrationshintergrund. Auch die "ausländischen" Kinder, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, schneiden besonders schlechter ab als "einheimische" Kinder.
Am Interesse liegt es nicht, denn Migrantenkinder geben häufig an, sich gerne mit Naturwissenschaften zu beschäftigen. Generell sind die Interessen der Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland ziemlich gleichartig.
PISA 2006: Die Ergebnisse der dritten internationalen Vergleichsstudie - Zusammenfassung
PISA-OECD
Die PISA-Untersuchung wird alle drei Jahre von der OECD-Organisation for Economic Co-operation and Development- durchgeführt und von der ACER-Australian Council for Educational Research- international abgestimmt. Die Koordination für Deutschland wurde dem Kieler Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) anvertraut.
Die Kernebereiche von PISA liegen in der Analyse folgender Fächer: Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik. Die Beziehungen zwischen schulischen Kompetenzen und Merkmalen der sozialen oder kulturellen Herkunft, werden ebenfalls intensiv erforscht.
