Offenbacher Integrationspreis geht an Franco Marincola


Datum:12.03.2004
Zeitung:www.offenbach.de

Einstimmig wurde Marincola - stellvertretend für die Arbeit des Bildungswerks - als Preisträger von der Jury gewählt, der neben Sozialdezernentin Birgit Simon als Vorsitzende, Andreas Lipsch, interkultureller Beauftragter der evangelischen Kirche, Peter Bugert von der katholischen Jugend, Ilona Hakert, Frauenbeauftragte der Stadt Offenbach, Carlo Enders, stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Stadt und Kreis Offenbach, Dr. Enno Knobel, Vertreter des Magistrats im Ausländerbeirat, Abdelkader Rafoud, Vorsitzender des Ausländerbeirats, Mostafa Harchaouen, Ausländerbeauftragter der Polizei Südosthessen sowie Luigi Masala von der Leitstelle Zusammenleben in Offenbach angehören.



Marincola hat sich dieses Jahr gegenüber den anderen neun Vorschlägen durchgesetzt, weil er sich mit seinem Bemühungen um die Integration von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Offenbach besonders verdient gemacht hat.

 

Seit 1989 arbeitet Marincola mit dem CGIL Bildungswerk mit Offenbacher Migrantinnen und Migranten. Die Schwerpunkte der Tätigkeit bilden die schulische und berufliche Bildung – angefangen beim Stütz- und Förderunterricht von Kindern an Grund- und Lernhilfeschulen über Kurse zum Nachholen des Hauptschulabschlusses und Berufsqualifizierungs-, und Existenzgründungsmaßnahmen bis hin zu Maßnahmen für Multiplikatoren zur Erhöhung der Ausbildungsbereitschaft von jugendlichen Migrantinnen und Migranten.Für seine Arbeit in einem Projekt zur Förderung von Kindern zum Übergang vom Kindergarten in die Grundschule wurden Marincola und das CGIL-Bildungswerk e.V. bereits durch Bundespräsident Johannes Rau und der Bertelsmann – Stiftung im Rahmen des Wettbewerbs „Integration von Zuwanderern“ im Jahre 2002 ausgezeichnet. 2003 besuchte Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse den Stütz- und Förderunterricht von CGIL-Bildungswerk für Kinder aller Nationalitäten an der Erich-Kästner Schule (Sprachheilschule). Der Preis für „hervorragende Leistungen im Bereich der Integration ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Stadt Offenbach wird bereits zum fünften Mal verliehen.Der Integrationspreis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird seit 1998 jährlich verliehen. Ausgezeichnet werden sollen Privatpersonen, Verbände, Vereine oder Firmen, die sich für das friedliche Zusammenleben von Deutschen und Ausländern in besonderer Weise engagieren. 1998 war der Preis an Abdelkader Rafoud von der Migrationsberatung der Arbeiterwohlfahrt gegangen, 1999 hälftig an die Hausaufgabenhilfe Lauterborn und die Frauenbegegnungsstätte der Volkshochschule. 2000 ging der Preis an die Ausländerbeauftragten des Polizeipräsidiums Südosthessens, Herr Eryilmaz und Herr Harchaouen. 2001 wurde der Preis an dem Koordinationsteam der Interkulturellen Wochen verliehen. Im letzten Jahr wurde die Arbeit von Frau Prof. Dr. Ingrid Haller ausgezeichnet. Der Integrationspreis wird im Rahmen einer Feierstunde am 19. März 2004 durch Sozialdezernentin Birgit Simon im Stadtverordnetensitzungssaal verliehen.